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Kasachstan

Ka­sach­stan ist ein Bin­nens­ta­at zwisc­hen dem Kas­pisc­hen Me­erim Wes­ten und dem Al­tai-Ge­bir­ge im Os­ten. Ge­mes­sen an der Fläche ist Ka­sach­stan der ne­untgrößte Sta­at der Er­de. Der Sta­at li­egt über­wi­egend in­Zent­ra­lasi­en, aber ein kle­ine­rer Te­il von cir­ca 5,4 Pro­zent der Lan­desfläche wird dem äußers­ten Os­te­uro­pa zu­gerech­net.

Die ein­zi­ge Lan­desg­ren­ze im Nor­den ist je­ne zu Russ­land. Im Süden grenzt Ka­sach­stan an die Sta­aten Turk­me­nis­tan, Us­be­kis­tan und Kir­gi­sis­tan und im Südos­ten an die Volk­sre­pub­lik Chi­na. Be­re­its im Al­tertum ent­stan­den auf dem he­uti­gen Ge­bi­et Ka­sach­stans vers­chi­ede­ne Re­ic­he. So gehörte ein großer Te­il zwisc­hen dem 6. und 8. Jahr­hun­dert zum Re­ich der «On-Ok», den west­li­chen Göktürken. Im 13. Jahr­hun­dert fi­elen die Mon­go­len un­ter Dschin­gis Khan in das späte­re Ka­sach­stan ein und ero­ber­ten es. Kurz nach­dem im 15. Jahr­hun­dert der Us­be­ke Ta­mer­lan das Ge­bi­et ero­bert hat­te, konn­ten sich die nördli­chen Step­penno­maden vom Us­be­ken-Kha­nat wi­eder tren­nen und er­rich­te­ten un­ter einer ein­he­imisc­hen Dschin­gisk­ha­niden-Dy­nas­tie das Ka­sac­hen-Kha­nat. Mit di­esem Unabhängig­ke­its­kampf wehr­ten sich die Ka­sac­hen ge­gen die Einführung des Is­lam, da sie den über­li­efer­ten Tra­diti­onen we­iter­hin ver­bunden ble­iben woll­ten. Im 17. und 18. Jahr­hun­dert wur­de Ka­sach­stan er­ne­ut Bes­tand­te­il eines mon­go­lisc­hen Herr­schaftsge­bi­etes. Be­vor sich die ka­sac­hisc­hen No­maden dem rus­sisc­hen Za­ren un­ters­tel­lten, gehörten sie zum no­madisch-geprägten Step­penre­ich der Dsun­ga­ren. Ka­sach­stan wur­de 1936 als Ka­sac­hisc­he SSR zu einer eigenständi­gen Uni­ons­re­pub­lik in­nerhalb der Sow­je­tuni­on erklärt. Nach dem Zer­fall der Sow­je­tuni­on erklärte sich das Land am 16. De­zem­ber 1991 als Re­pub­lik Ka­sach­stan unabhängig. Es ist he­ute einePräsi­di­al­re­pub­lik und wird se­it 1991 von Nur­sultan Na­sar­ba­jew re­gi­ert. Das zu den Turkspra­chen zählen­de Ka­sac­hisch und das den sla­wisc­hen Spra­chen­zu­gehöri­ge Rus­sisch wur­den mit der Unabhängig­ke­it zu den Amtsspra­chen erklärt und die bi­sheri­ge Ha­upt­stadt Al­ma-Ata in Al­ma­ty um­be­nannt. Im Jahr 1997 wur­de dann der Re­gi­erungs- und Par­la­ment­ssitz nach Aq­mo­la ver­legt, das dann als of­fi­zi­el­le Ha­upt­stadt prok­la­mi­ert und ein Jahr später in As­ta­na (Ha­upt­stadt) um­be­nannt wur­de.

Aus­dehnung und Gren­zen Ka­sach­stan ist mit einer Fläche von 2.724.900 Qu­ad­ratki­lome­tern das ne­untgrößte Land der Er­de und außer­dem der größte Bin­nens­ta­at. Er li­egt zi­em­lich ge­nau in der Mit­te Eura­si­ens und zi­eht sich von der Ebe­ne der Wol­ga im Wes­ten bis zum Al­tai-Ge­bir­ge im Os­ten. Die südli­che Beg­renzung bil­den der Ti­an-Schan-Ge­birg­szug, die Flus­se­bene des Syr Dar­ja, der Aral­see und die Ky­syl­kum-Wüste. Nach Nor­den re­icht Ka­sach­stan oh­ne natürli­che Beg­renzung in das Ural-Ge­bi­et und das West­si­birisc­he Ti­ef­land hi­ne­in. Der größte Te­il des Lan­des bes­teht aus Ebe­nen (Step­pe und Wüste), im Nord­wes­ten li­egt das Mu­gods­char-Ge­bir­ge, im Zent­rum die Ka­sac­hisc­he Schwel­le, während sich im Südos­ten Ber­ge des Ti­an-Schan bis zu 7.010 Me­ter Höhe er­he­ben.

Ka­sach­stan be­sitzt im Nor­den eine 6.846 Ki­lome­ter lan­ge Gren­ze mit Russ­land. Im Os­ten trifft das ka­sac­hisc­he Ho­he­its­ge­bi­et auf die Volk­sre­pub­lik Chi­na (1.533 Ki­lome­ter), we­iter südlich auf die zent­ra­lasi­atisc­hen Sta­aten Kir­gi­sis­tan (1.051 Ki­lome­ter), Us­be­kis­tan (2.203 Ki­lome­ter incl. des 230 km über den Aral­see ver­la­ufen­den Gren­zabs­chnitts) und auf Turk­me­nis­tan (379 Ki­lome­ter). Die Ge­samtlänge der Lan­desg­ren­zen eins­chließlich der Küsten­li­nie am Kas­pisc­hen Me­er (bis­lang pse­udo-in­terna­ti­ona­ler Gewässer-Sta­tus) beträgt 12.012 Ki­lome­ter.

Die ka­sac­hisc­hen Küsten­li­ni­en am nördli­chen Ufer­ge­bi­et des Aral­se­es – der zu­neh­mend aust­roc­knet – sind 1.070 Ki­lome­ter und am Kas­pisc­hen Me­er 1.894 Ki­lome­ter lang.

Land­schaft Das Re­li­ef von Ka­sach­stan ist sehr vi­elfältig, wo­bei al­lerdings der größte Te­il des Ter­ri­tori­ums aus Ebe­nen, ni­ed­ri­gen Ber­gen und Hügeln bes­teht. Der Wes­ten des Lan­des wird von der Kas­pisc­hen Sen­ke geprägt, ein me­ist sump­fi­ges Ge­bi­et un­terhalb des Me­eress­pi­egels, das im Os­ten in das Ust­jurt-Pla­te­au über­geht. West­lich di­eses Pla­te­aus, auf der Mang­ghys­tau-Hal­binsel, be­fin­det sich die ti­efs­te Stel­le Ka­sach­stans, die Ka­ragi­je-Sen­ke (132 Me­ter un­ter dem Me­eress­pi­egel). Von Os­ten wird die Kas­pisc­he Sen­ke durch den südli­chen Ausläufer des Ural-Ge­bir­ges beg­renzt, das bis 656 Me­ter ho­he Mu­gods­char-Ge­bir­ge. We­iter südöstlich li­egt um den Aral­see die Tu­ranisc­he Sen­ke, die auch die größten Wüsten des Lan­des mit eins­chließt, die Ky­syl­kum so­wie die Aral­kum. Im Zent­rum von Ka­sach­stan be­fin­det sich die Ka­sac­hisc­he Schwel­le ein von Step­pen und Halbwüsten geprägtes Ge­bi­et mit vi­elen mit­telg­roßen (500 bis 1.500 Me­ter) Ber­gen und Ge­bir­gen wie dem Ulu­tau, dem Köksche­tau oder dem Kar­ka­raly. Im Nord­wes­ten wird die Ka­sac­hisc­he Schwel­le vom Tur­ga­ip­la­te­au und im Nor­den von der West­si­birisc­hen Ebe­ne beg­renzt. In di­esen Re­gi­onen wird die Land­schaft von fruch­tba­ren Step­pen und Wald­step­pen mit vi­elen Se­en und Flüssen geprägt. Im Os­ten der Re­pub­lik be­fin­den sich die mit Wäldern be­deck­ten Ge­birg­sket­ten des Al­tai mit dem höchsten Berg der Re­gi­on Be­luc­ha (4.506 Me­ter), die Si­biri­en von den mit­te­lasi­atisc­hen Wüsten tren­nen.

Südlich der Ka­sac­hisc­hen Schwel­le li­egt die Hun­gers­tep­pe (ka­sac­hisch Bet­pak-Da­la). Noch we­iter südlich di­eser Step­pe und des Balc­hasc­hse­es li­egt ein Gürtel von Wüsten Mu­jun­kum und das in der Ver­gangen­he­it fruch­tba­re Si­ebens­trom­land. Ganz im Süden Ka­sach­stans, an den Gren­zen zu Chi­na und Kir­gi­sis­tan, li­egen Hoch­ge­bir­ge wie das Dsun­ga­risc­he Ala­tau, das Qa­ratau und vor al­lem das Ti­an-Schan (chi­nesisch «Him­mels­ge­bir­ge»); letz­te­res ist eine der höchsten Ge­birg­sket­ten der Er­de. Die te­ils von Wäldern und ins­be­son­de­re von Glets­chern be­deck­ten Ge­bir­ge er­re­ic­hen im be­nach­bar­ten Kir­gi­sis­tan 7.439 Me­ter Höhe. Der höchste Berg Ka­sach­stans ist der Khan Teng­ri (7.010 Me­ter), im äußers­ten Südos­ten ge­legen.

Flo­ra und Fa­una We­gen se­iner Größe und der Aus­dehnung über vi­ele Na­tur­zo­nen be­sitzt Ka­sach­stan eine aus­gesp­ro­chen re­ic­he Pa­let­te von Flo­ra und Fa­una. Die vi­elfälti­gen Na­turschätze wer­den in meh­re­ren ka­sac­hisc­hen Na­ti­onal­parks geschützt.

Im Nor­den, wo die Step­pen und Wald­step­pen vor­herr­schen, die zu­sam­men 28,5 Pro­zent der Fläche Ka­sach­stans aus­ma­chen, wach­sen vi­ele Get­re­idepf­lan­zen und Gräser, be­son­ders häufig in Step­pen ist Fe­derg­ras. Auch vi­ele me­dizi­nisch nützli­che Pflan­zen kom­men vor, so et­wa Ado­nisröschen (Ado­nis), Jo­han­nisk­ra­ut (Hy­peri­cum) und Bald­ri­an. Sehr verb­re­itet ist Wer­mut. In den Wald-"In­seln" wach­sen Bir­ken, Es­pen, We­iden, Jo­han­nisbe­ersträuc­her; we­iter west­lich Fich­ten; nach Wes­ten hin Eic­he und Lin­de. In den Wäldern gibt es vi­ele Be­eren. Die ty­pisc­hen Be­woh­ner di­eser Zo­ne sind Na­geti­ere wie Zi­esel­ma­us, Mur­melti­er, Springmäuse, Eichhörnchen. Es gibt aber auch vi­ele Ha­sen, Her­me­line, Dach­se, Wölfe und Füchse. In den Wäldern le­ben ve­re­in­zelt Wildschwe­ine, Wa­pitis und Re­he, in der Step­pe die sel­te­ne und geschützte Sa­iga -An­ti­lope. Vögel gibt es be­son­ders vi­ele, auch Was­servögel, da es in di­eser Re­gi­on über 1.500 Se­en gibt. Un­ter an­de­rem Schwäne, Ad­ler, Trap­pen (di­ese sind die größten Vögel Ka­sach­stans, sie er­re­ic­hen bis zu 16 Ki­log­ramm Ge­wicht), Ge­ier, Kra­nic­he, Re­iher, En­ten, Gänse, Waldhühner, Spech­te, Lerc­he­nund vi­ele an­de­re.

Über 14 Pro­zent des Ter­ri­tori­ums ers­trec­ken sich Halbwüsten. Hi­er trifft man auf de­ut­lich ge­rin­ge­ren Ar­tenre­ich­tum als in den Step­pen. Be­son­ders häufig sind Wer­mut, Ka­mil­len, Fe­derg­ras. Auch Ha­sen, Zi­eselmäuse und Springmäuse kann man hi­er noch fin­den, man trifft vi­el­fach auf Wölfe und Kor­sak-Füchse, et­was sel­te­ner auf Sa­iga und Kropf­ga­zel­le. Es gibt vi­ele Ar­ten von Eidech­sen und Schlan­gen.

Als Na­tur­ra­um am we­ites­ten verb­re­itet sind in Ka­sach­stan die Wüsten. Hi­er wach­sen nur troc­ke­ne, kle­inwüchsi­ge Pflan­zen mit lan­gen Wur­zeln. Ri­edg­ras, Wüsten­fe­derg­ras und Wer­mut sind die häufigs­ten. Im Som­mer verb­ren­nen die me­is­ten Pflan­zen an der Son­ne. Zi­em­lich verb­re­itet sind Sträuc­her, be­son­ders Sa­xa­ul. Große Ti­ere gibt es in der Wüste eher sel­ten. Häufi­ger sind Huf­ti­ere wie Kropf­ga­zel­len oder Sa­igas oder Wildschwe­ine, die na­he den Was­serqu­el­len le­ben. Noch sel­te­ner sind Wölfe und Rohr­kat­zen. Asi­atisc­he Wil­de­sel kom­men be­is­pi­els­we­ise im Al­tyn-Emel-Na­ti­onal­park und im Bar­sa Kel­mes-Na­tur­re­ser­vat vor. In eini­gen Flusswäldern in­nerhalb der Troc­kenge­bi­ete kommt der bed­rohte Bu­chara­hirsch vor, der einst die Ha­upt­be­ute des aus­gestor­be­nen Kas­pisc­hen Ti­gers dars­tel­lte. Kle­ine­re Ti­ere wie Igel, Schildkröten, Springmäuse können sich an die ext­re­men Be­din­gungen bes­ser an­passen. In der Wüste übe­rall verb­re­itet sind Rep­ti­li­en wie vers­chi­ede­ne Aga­men und eini­ge Schlan­ge­nar­ten; ins­ge­samt kom­men in Ka­sach­stan et­wa 50 bis 60 vers­chi­ede­ne Rep­ti­li­enar­ten vor. Auch Skor­pi­one gehören zu der in Ka­sach­stan le­ben­den Fa­una.

In den ri­esi­gen Ber­gen des Ti­an-Schan, die me­ist von Fich­tenwäldern be­deckt sind, trifft man ge­genwärtig noch auf den Schne­eleopar­den– eines der Na­ti­onal­symbo­le Ka­sach­stans. Sta­bile Po­pula­ti­onen di­eser Kat­ze fin­det man al­lerdings nur noch in den Na­tur­re­ser­va­ten Ak­su-Ja­bag­ly und Al­ma­ty. Auch der Luchs ist we­it verb­re­itet, und im Al­tai gibt es zahl­re­ic­he Bären. We­iter südlich kommt der Ti­ens­chan-Bra­unbär vor. Be­ide Ge­bir­ge sind zu­dem He­imat von Si­birisc­hen Ste­inböcken und Ri­esen­wild­scha­fen. In den südwest­li­chen Berg­step­pen le­ben Step­penwild­scha­fe.

Einer Ver­bindung vom Nord­po­lar­me­er bis zum Kas­pisc­hen Me­er vor der letz­ten Eis­ze­it ist zu ver­danken, dass am Kas­pisc­hen Me­er noch he­ute große Rob­benko­loni­en vor­zu­fin­den sind. Die Rob­be am Kas­pisc­hen Me­er stellt zu­sam­men mit der Ba­ikal­robbe die ein­zi­ge Bin­nenrob­be­nart dar.

Na­tur­resso­ur­cen Ka­sach­stan ist eines der rohs­tof­fre­ich­sten Länder der Er­de. Um das Kas­pisc­he Me­er li­egen große Erdöl- und Erd­gas­felder, die fast den ge­sam­ten Wes­ten des Lan­des eins­chließen, be­son­ders die Ge­bi­ete von Mang­ghys­tau, Aty­rau und Aqtöbe. Be­de­utend­ste Qu­el­len sind Ma­kat, Dos­sor, Usen, Ka­raz­hanbas, Ka­rats­cha­ganak. Es wer­den außer­dem Erdölvor­kommen um den Aral­see ver­mu­tet. We­ite­re, ärme­re Erdöl- und Gas­felder gibt es im Süden des Lan­des, in den Ge­bi­eten von Ta­ras, Schym­kent, Sches­qasg­han und Ky­sylor­da.

Ein welt­we­it be­de­uten­des Ste­in­kohle­vor­kommen ist das Bec­ken von Qa­rag­handy. Di­ese Re­gi­on war eine der wich­tig­sten Koh­le­li­efe­ran­ten in der Sow­je­tuni­on. Auch die Bec­ken von Eki­bas­tus und As­ta­na sind längst noch nicht aus­geschöpft.

Im Ge­bi­et von Qos­ta­nai be­fin­den sich re­ic­he Eise­nerz­vor­kommen. Um Sches­qasg­han und Bal­qasch li­egen die be­de­utend­sten Kup­fervor­kommen des Lan­des, und in den Al­tai-Ber­gen wird Gold ge­won­nen. Er­gi­ebi­ge Man­ganvor­kommen exis­ti­eren um Atas­su und Sches­dy na­he Sches­qasg­han. Im Ge­bi­et von Aqtöbe li­egt Nic­kel un­ter der Er­de.

Et­wa 200 Ki­lome­ter südwest­lich von Qos­ta­nai li­egt die einst schöne Stadt Schi­tiqa­ra (Dsche­tyga­ra). Das Gold li­egt hi­er buchstäblich un­ter den Häusern. Di­ese wer­den nun ab­ge­ris­sen, um an das Gold zu ge­lan­gen.

Ka­sach­stan nimmt welt­we­it den ers­ten Platz an Vor­kommen fol­gender Rohs­tof­fe ein: Chrom, Va­nadi­um, Wis­mut, Flu­or. Einen der führen­den Plätze hat Ka­sach­stan bei den Vor­kommen von Uran, Eisen, Kup­fer, Koh­le, Co­balt, Wolf­ram, Blei, Zink und Mo­lybdän. Bei der Uranp­ros­pekti­on wur­den auch Opa­le ge­fun­den.

Gewässer Der Aral­see im Jahr 1989 und 2008

In Ka­sach­stan gibt es eini­ge be­de­uten­de Flüsse, die schiff­bar sind. Sie al­le fließen in den Rand­re­gi­onen des Lan­des, im zent­ra­len Te­il da­gegen gibt es fast auss­chließlich abf­lus­slo­se Step­penflüsse, die im Hoch­som­mer häufig aust­roc­knen.

Die längsten Flüsse Ka­sach­stans sind Ir­tysch (4.248 Ki­lome­ter, da­von 1.700 Ki­lome­ter in Ka­sach­stan), Syr­darja (2.212/1.400 Ki­lome­ter),Scha­jyq (russ. und dt. Ural) (2.428/1.100 Ki­lome­ter) und Ili (1.001/815 Ki­lome­ter). We­ite­re wich­ti­ge Flüsse sind Isc­him, To­bol, Em­ba, Sa­rysu (der längste abf­lus­slo­se Step­penf­luss), Tschüi, und Nu­ra. Ir­tysch und Nu­ra ver­bindet der be­de­utend­ste Ka­nal des Lan­des: der Ir­tysch-Qa­rag­handy-Ka­nal (500 Ki­lome­ter).

Ka­sach­stan ist re­ich an Se­en, be­son­ders im Nor­den des Lan­des. Im gan­zen Land gibt es et­wa 4.000 große und kle­ine Se­en, die mehr­he­it­lich Salz­se­en sind. Der größte See Ka­sach­stans ist das Kas­pisc­he Me­er, das rund 371.000 Qu­ad­ratki­lome­ter groß ist, et­wa ein Vi­er­tel se­iner Fläche entfällt auf Ka­sach­stan. Der See verfügt über re­ic­he Na­tur­re­ser­ven, be­is­pi­els­we­ise in Form von Fisc­hen; hi­er lebt auch die ar­tengeschützte Kas­pisc­he Rob­be.

Der zwe­itgrößte See ist der Aral­see, der aus­zutrock­nen droht. Di­eser Pro­zess da­uert se­it 1975 an und hat be­re­its zu nach­hal­ti­gen Schäden an Mensch und Na­tur geführt. Es wird auch da­ra­uf zurückgeführt, dass Us­be­kis­tan jah­re­lang Mil­li­ar­den Li­ter abführte, um das Was­ser zum Ba­um­wollan­bau zu nut­zen. Inz­wis­chen hat sich der See in drei Te­ile auf­ge­te­ilt. So­we­it be­kannt, hat sich die Verk­le­ine­rung der Was­se­roberfläche in den letz­ten Jah­ren stark ver­lang­samt.

Der Balc­hasc­hsee zählt eben­so zu den welt­we­it be­de­utend­sten Se­en. Er ist 18.428 Qu­ad­ratki­lome­ter groß und 620 Ki­lome­ter lang. Er gehört vollständig zu Ka­sach­stan. Zu den Be­son­derhe­iten Balc­haschs zählt, dass er als ein­zi­ger See der Er­de zur Hälfte aus Süß- und zur an­de­ren Hälfte aus Salz­was­ser bes­teht.

In den Ber­gen des Al­tai li­egt der na­tur­re­ic­he Sa­is­sansee. We­ite­re größere Se­en Ka­sach­stans sind der Si­leti­niz­see im Nor­den, der Ten­giz- und der Ka­rako­jyn­see im Zent­rum und der Ala­kol-See im Südos­ten des Lan­des. To­uris­tisch be­de­utend sind die prächti­gen Se­en von Bu­rabai (Bo­rowo­je) und Mar­ka­kol.

Die größten Sta­useen sind der Kapt­scha­gei und Buch­tar­ma.

Kli­ma Das Kli­ma Ka­sach­stans ist kon­ti­nen­tal geprägt, das heißt nach kal­ten Win­tern mit bis zu -40 Grad Cel­si­us fol­gen di­rekt heiße lan­ge Som­mer mit über +40 Grad Cel­si­us. Wüsten be­dec­ken et­wa 44 Pro­zent der Fläche Ka­sach­stans. Es sind in der Re­gel Sandwüsten und Ki­eswüsten.

Be­vo­el­ke­rung In Ka­sach­stan kam es nach 1991 zunächst zu einem mas­si­ven Bevölke­rungsrückgang. In den Jah­ren 1992 bis 2002 sank die Bevölke­rung­szahl um zehn Pro­zent auf un­ter 15 Mio. Mens­chen.

Gründe dafür wa­ren die Emig­ra­ti­on vor­nehm­lich der rus­sisc­hen und de­uts­chen Bevölke­rung (ins­ge­samt ha­ben 2,1 Mio. Mens­chen das Land in den 90er Jah­ren ver­lassen) so­wie die sin­kenden Ge­bur­tenzah­len.

Se­it 2003 wächst die Bevölke­rung wi­eder. La­ut der letz­ten Volkszählung im März 2009 hat­te Ka­sach­stan 16.009.600 Ein­wohner. Fra­uen stel­len in Ka­sach­stan die Mehr­he­it der Bevölke­rung. Zum 1. Ja­nu­ar 2009 hat­ten sie einen An­te­il von 51,8 Pro­zent.

Die durchschnitt­li­che Bevölke­rung­sdich­te in Ka­sach­stan beträgt 6,2 Ein­wohner pro Qu­ad­ratki­lome­ter und ist da­mit eine der ni­ed­rigs­ten der Welt. Am dich­tes­ten be­si­edelt sind die Kre­ise im äußers­ten Süden, um Al­ma­ty, Schym­kent und Ta­ras, so­wie Step­penre­gi­onen im Nor­den, Ge­bi­ete von As­ta­na, Pet­ro­pawl, der Nor­den der Ge­bi­ete Qos­ta­nai und Qa­rag­handy; das rech­te Ufer des Ir­tysch. Da­zu ist noch an­zu­mer­ken, dass die höchste Bevölke­rung­sdich­te in Ka­sach­stan le­dig­lich 25 Ein­wohner pro Qu­ad­ratki­lome­ter beträgt, ni­ed­ri­ger als in Vor­pommern.

Eth­ni­en He­ute le­ben in Ka­sach­stan An­gehöri­ge von mehr als 50 eth­nis­chen Grup­pen mit je­we­ils mehr als 1.000 An­gehöri­gen. Die größte Eth­nie bil­den la­ut Zen­sus mit 64 Pro­zent der Bevölke­rung die Ka­sac­hen. Die größte Min­derhe­it bil­den mit rund 23% Rus­sen. Zu den turkspra­chigen Min­derhe­iten gehören die 332.017 Us­be­ken, 185.301 Uigu­ren, 132.000 Ta­taren, 105.000 Mesc­he­ten, 41.847 Basc­hki­ren, 8.000 Tschu­wasc­hen so­wie Grup­pen von Aser­ba­ids­cha­nern, Turk­me­nen, Kir­gi­sen, Ka­rakal­pa­ken, Krim­ta­taren und Bal­kan-Türken. In den letz­ten Jah­ren wan­derten je­doch vi­ele Rus­sen aus po­litisc­hen Gründen nach Russ­land aus. We­ite­re Min­derhe­iten europäisc­her Her­kunft stel­len Uk­ra­iner (2 Pro­zent), De­uts­che (1,1 Pro­zent, Ka­sach­stan­de­uts­che) und kle­ine Ge­me­in­den von Ko­re­anern (bzw. Kor­jo-Sa­ram) Po­len, Let­ten, Li­ta­uern, Weißrus­sen und Gri­ec­hen. Zu den eben­falls hi­er le­ben­den Ka­uka­susvölkern zählen eini­ge ta­usend Ar­me­ni­er so­wie Ge­or­gi­er, Tschets­che­nen, Tscher­kessen, Os­se­ten, Awa­ren und Za­churen. Fer­ner le­ben in Ka­sach­stan kle­ine ira­nischspra­chige Min­derhe­iten wie Kur­den (20.000), Pasc­htu­nen und Per­ser. An­de­re Min­derhe­iten, wie et­wa Bur­ja­ten, Mon­go­len, Ti­beter, Dun­ga­nen, Chi­nesen stel­len nur einen kle­inen Bevölke­rung­ste­il dar. Die me­is­ten An­gehöri­gen der Min­derhe­iten wur­den zur Sta­lin­ze­it un­ter Zwang nach Ka­sach­stan de­por­ti­ert. Vi­ele wur­den in Ar­be­its­la­ger­ninter­ni­ert. Vi­ele zo­gen je­doch nach Ka­sach­stan auf der Su­che nach einem Job um. Bis zum Zer­fall der UdSSR wur­den von fast al­len Hochs­chu­len Ab­solven­ten mit entspre­chen­der Spe­zi­alaus­bildung nach Ka­sach­stan verp­flich­tet. Ke­ine an­de­re Sow­jetre­pub­lik nahm da­mals einen de­rar­ti­gen Strom von Mig­ranten auf. Zum Wan­del se­it der Unabhängig­ke­it zählen Best­re­bun­gen der Re­gi­erung, die ka­sac­hisc­he Spra­che statt der rus­sisc­hen als vor­herr­schen­de Amtsspra­che durc­hzu­set­zen. Trotz der Bemühun­gen um ein gu­tes Verhältnis­ses der vers­chi­ede­nen Bevölke­rungsgrup­pen bre­iten sich in Zent­ra­lasi­en Ten­denzen zur Verdrängung der Frem­den aus (Rus­sen, aber auch an­de­re europäisc­he Grup­pen, da­run­ter die De­uts­chen).

Spra­chen Die vor­herr­schen­de Spra­che in Ka­sach­stan ist nach wie vor das Rus­sisc­he, das von 84,8 Pro­zent der Ein­wohner in Wort und Schrift be­herrscht wird (mündli­ches Sprach­verständnis 94,4 Pro­zent), ob­wohl die Rol­le des Ka­sac­hisc­hen, das 62,0 Pro­zent der Ein­wohner be­herr­schen (mündlich 74,0 Pro­zent), se­it der Unabhängig­ke­it wächst. [7] Be­ide Spra­chen sind Amtsspra­chen und Pflich­tfach in al­len Schu­len, es gibt so­wohl Schu­len mit Rus­sisch als auch mit Ka­sac­hisch als Un­terrichtsspra­che. Es herr­schen ne­un Jah­re Schulp­flicht. Die Ra­te der Analp­ha­beten ist mit 2,5 Pro­zent un­gefähr so hoch wie in De­uts­chland. Rus­sisch ist ins­be­son­de­re in Nord­ka­sach­stan­vorherr­schend, wo ein Großte­il der rus­sisc­hen Min­derhe­it lebt, aber auch in den me­is­ten Städten ist es oft­mals die im All­tag do­mini­eren­de Spra­che. Auch vi­ele Ka­sac­hen (be­son­ders die Ober- und Mit­tels­chicht), ins­be­son­de­re im Nor­den des Lan­des, spre­chen oft Rus­sisch als Mut­ters­pra­che. Der pri­vate Sprach­ve­re­in Qa­zaq ti­li ge­nießt he­ute hal­boffi­zi­el­len Sta­tus. Er for­ci­ert se­it 1989/90 den verstärkten Geb­ra­uch der eige­nen Spra­che und die Ent­wic­klung und Verb­re­itung des Ka­sac­hisc­hen in der Bevölke­rung.

Re­ligi­onen Die Zahl der re­ligiösen Ve­re­ini­gun­gen in Ka­sach­stan bet­rug 4173, im Jah­re 1990 wa­ren es hin­ge­gen ins­ge­samt nur noch 670. Die re­ligiösen Ve­re­ini­gun­gen ha­ben 3129 Kultstätten zur Verfügung – da­von 2229 Mosc­he­en, 258 ort­ho­doxe und 93 kat­ho­lisc­he Kirc­hen, 6 Sy­nago­gen und mehr als 500 pro­tes­tantisc­he Kirc­hen und Ge­betshäuser. Es ar­be­ite­ten in der Re­pub­lik 384 Mis­si­ona­re, aus mehr als 20 Ländern, im Jah­re 1990 gab es ins­ge­samt nur noch 12. Die re­ligiösen Fe­ier­ta­ge Kur­ban und We­ih­nach­ten sind in Ka­sach­stan ar­be­its­fre­ie Fe­ier­ta­ge. Vor­herr­schen­de Re­ligi­onen sind der Is­lam und das Chris­tentum. Da­neben gibt es in den Städten kle­ine Ge­me­in­den der Ju­den. Bei den Verp­flich­tun­gen im Be­re­ich der Rech­te der Gläubi­gen ar­be­itet Ka­sach­stan ef­fektiv mit dem Büro für de­mok­ra­tisc­he Ins­ti­tuti­onen und Mens­chen­rech­te der OS­ZE zu­sam­men. Die en­ge Zu­sam­me­nar­be­it mit dem Zent­rum der OS­ZE in der Stadt Al­ma­ty förder­te die Schaf­fung einer nor­ma­tiv-rech­tli­chen Ba­sis im Land, die auf die Gle­ich­he­it der Rech­te und Fre­iheiten al­ler Bürger ge­rich­tet ist, unabhängig von de­ren re­ligiösen und eth­nis­chen Zu­gehörig­ke­iten. Förde­rung des in­terkul­tu­rel­len Di­alogs ist eine der wich­tig­sten Pri­oritäten des ka­sac­hisc­hen Vor­sitzes in der OS­ZE im Jahr 2010.

Se­it 2003 wer­den in Ka­sach­stan auf Ini­ti­ati­ve von Präsi­dent Na­sar­ba­jew die Kong­res­se der Führer der Welt- und tra­diti­onel­len Re­ligi­onen durc­hgeführt. Eben­falls auf Ini­ti­ati­ve von Präsi­dent Na­sar­ba­jew wur­de das Jahr 2010 durch eine Re­solu­ti­on der UN Ge­neral­versamm­lung zum In­terna­ti­ona­len Jahr der Annähe­rung der Kul­tu­ren aus­ge­rufen. Im Jahr 1995 wur­de die Voll­ver­samm­lung des Vol­kes von Ka­sach­stan als be­raten­des Or­gan be­im Sta­at­so­ber­ha­upt gegründet.

Gesc­hic­hte

Al­tertum und Frühmit­te­lal­ter Im Al­tertum ent­stan­den auf dem Ge­bi­et des späte­ren Ka­sach­stan vers­chi­ede­ne Re­ic­he, die z. T. Welt­be­de­utung er­re­ich­ten. Am be­kann­tes­ten sind die Re­ic­he der turkstämmi­gen Kang­ly, Scha-t’o, Kir­gi­sen, Ki­mek und Na­ima­nen, die vor al­lem das nördli­che, südli­che und östli­che Ka­sach­stan be­herrschten. Der Süden wur­de vor al­lem durch das ira­nisc­he Re­ich des Cho­resm-Schah ge­bil­det, dem auch for­mal die Ge­bi­ete der turkstämmi­gen Ka­rak­ha­niden und der Türgisch un­tertan wa­ren. Das späte­re West­ka­sach­stan un­ters­tand den Re­ic­hen der Kypt­scha­ken und der Og­hu­sen.

Kup­pel des Ma­uso­le­um von Kho­ja Ah­med Yasa­wi in Türkis­tan

Ers­te mon­go­lisc­he Herr­schaft Im 13. Jahr­hun­dert wur­de Ka­sach­stan von den Mon­go­len Dschin­gis Khans über­rannt und se­inem Re­ic­he ein­verle­ibt: Große Te­ile des he­uti­gen Ka­sach­stans zählten zu der Or­da-Hor­de. Im Wes­ten des Lan­des be­fand sich das Ge­bi­et der Gol­de­nen Hor­de, während der Süden de ju­re durch das Kha­nat Tscha­gatai kont­rol­li­ert wur­de. Im südlich west­li­chen Ka­sach­stan, das heißt, in den Ge­bi­eten zwisc­hen dem Kas­pisc­hen Me­er und dem Aral­see, herrschten de fac­to­se­it dem 15. Jahr­hun­dert die Kha­ne der No­ga­ier-Hor­de.

Us­be­kisch-mon­go­lisc­he Herr­schaft

Das ka­sac­hisc­he Kha­nat mit Ge­bi­et

der Kle­inen Hor­de

der Mitt­le­ren Hor­de

der Großen Hor­de

Im 14./15. Jahr­hun­dert von Ti­murs Ero­berun­gen bet­roffen, bil­de­te sich nun das Us­be­kisc­he und­Ka­sac­hisc­he Kha­nat he­ra­us. In der Fol­ge­ze­it ent­stan­den auf Ba­sis des Letz­te­ren drei Nach­fol­ge-Kha­nate («Älte­rer/Großer Schus» im Si­ebenf­lus­sge­bi­et «Mitt­le­rer Schus» in Zent­ral­ka­sach­stan und «Jünge­rer/Kle­iner Schus».Später gin­gen sie im Rus­sisc­hen Za­ren­re­ich auf. Di­ese sta­atähnli­che Ge­bil­de spi­elen auch in Ge­gen­wart eine Rol­le.

Zwe­ite mon­go­lisc­he Herr­schaft

Im 17./18. Jahr­hun­dert fi­elen noch ein­mal Mon­go­len in Ka­sach­stan ein, wo es ze­it­we­ise einen Bes­tand­te­il der West­mon­go­lisc­hen Föde­rati­on der Oira­ten bil­de­te. Es war die Ze­it des «Großen Unglücks» für die Ka­sac­hen.

Rus­sisc­he Herr­schaft

Um das Ein­verle­iben durch Chi­na zu ver­me­iden un­ters­tel­lte sich das späte­re Ka­sach­stan Mit­te des 18. Jahr­hun­derts nach und nach dem rus­sisc­hen Za­ren­re­ich. Es kam nun dort zur Bil­dung der drei ka­sak-kir­gi­sisc­hen Hor­den. Im 19. Jahr­hun­dert be­gann der ka­sac­hisc­he Wi­ders­tan­dge­gen die rus­sisc­he Herr­schaft: Auf dem Ge­bi­et der eins­ti­gen No­ga­ier-Hor­de wur­de 1812 die ka­sac­hisc­he Bökey-Hor­de begründet, die das Kha­nat un­ter ih­rer Führung wi­eder hers­tel­len woll­te. Ihr Fürst Bökey war ein Dschin­gisk­ha­nide und En­de des 18. Jahr­hun­derts Anwärter auf den Khan­ti­tel der Kle­inen Hor­de ge­wesen. Nach­dem er gesc­he­itert war, bat er den rus­sisc­hen­Za­ren um Auf­nahme. Er ließ sich mit se­inen Anhängern im Ge­bi­et zwisc­hen Wol­ga und Ural ni­eder und Bökey Khan wur­de ein tre­uer Va­sall des Za­ren. Di­eser setz­te ihn 1812 als zwe­iten Khan in der Mitt­le­ren Hor­de ein. Doch we­nig später wur­den al­le Hor­den auf­gelöst und das nach­ma­lige Ka­sach­stan durch Ge­neral Ka­uf­mann († 1882) un­terwor­fen und da­durch dem Ge­neral­go­uver­ne­ment Tur­kestan un­ters­tellt.

Die me­is­ten Städte Ka­sach­stans sind während di­eser Pe­ri­ode von Rus­sen gegründet wor­den. Da­zu gehören un­ter an­de­rem As­ta­na, Al­ma­ty, Se­mipa­latinsk, Ust-Ka­meno­gorsk, Pet­ro­pawl und an­de­re.

Sow­je­tisc­he Herr­schaft Nach der Feb­ru­ar­re­volu­ti­on 1917 in Pet­rograd, als der autok­ra­tisc­he Zar Ni­kola­us II. gestürzt wur­de, wur­den auch in Ka­sach­stan die ne­uen Ide­en der Re­volu­ti­on verb­re­itet. Noch im gle­ic­hen Jahr prok­la­mi­er­te die ka­sac­hisc­he Na­ti­onal­be­wegung Alasch die Auto­nomie Ka­sach­stans in­nerhalb eines föde­rati­ven Russ­lands. Da die Alasch Or­da die Aner­kennung der Machtüber­nahme der Bols­che­wiki­ver­we­iger­te, ge­ri­et sie in Konf­likt mit der ne­uen rus­sisc­hen Sow­jetre­gi­erung. Im La­ufe des rus­sisc­hen Bürgerk­ri­eges war das Ge­bi­et des he­uti­gen Ka­sach­stans zwisc­hen den Bols­che­wiki, der Alasch Or­da so­wie rus­sisc­hen an­ti­kom­mu­nis­tisc­hen Grup­pi­erun­gen umkämpft, wo­bei die Al­li­an­zen und Mach­tverhältnis­se mehr­mals wech­sel­ten. 1919 wur­de das Ge­bi­et schließlich von den Sow­jets un­terwor­fen. Am 26. August 1920 wur­de aus dem nördli­chen und zent­ra­len Te­il des he­uti­gen Ka­sach­stans die Kir­gi­sisc­he Auto­nome So­zi­alis­tisc­he Sow­jetre­pub­lik in­nerhalb der RSFSR ge­bil­det. De­ren ers­te Ha­upt­stadt wur­de das he­ute zu Russ­land gehören­de Oren­burg. Nach der Auflösung der ASSR Tur­kestan wur­den ihr 1924/1925 auch das he­uti­ge südli­che Ka­sach­stan so­wie das he­uti­ge Ka­rakal­paks­ta­nan­gegli­edert. Im Ap­ril 1925 wur­de sie in Ka­sac­hisc­he Auto­nome Sow­jetre­pub­lik um­be­nannt. Oren­burg wur­de von der Ka­sac­hisc­hen ASSR get­rennt und un­mittel­bar Te­il der RSFSR, ne­ue Ha­upt­stadt wur­de 1925 zunächst Qy­sylor­da, 1929 dann Al­ma-Ata (he­ute Al­ma­ty). Die Bevölke­rung Ka­sach­stans litt in den Jah­ren von 1928 bis 1933 un­ter einer be­is­pi­el­lo­sen Ag­rark­ri­se, Fol­ge der ge­walt­sa­men und in der ge­sam­ten Sow­je­tuni­on durc­hgeführten Zwang­skol­lekti­vi­erung und Ent­ku­laki­si­erung. Die so­zi­ale und öko­nomisc­he La­ge war ge­kenn­ze­ich­net durch mas­senhaf­te En­te­ig­nungen, Mas­sende­por­ta­ti­onen, Mas­senf­lucht und we­it verb­re­ite­ten Un­ru­hen.Hun­gerka­tast­rop­hen kos­te­ten zir­ka 1,3 bis 1,5 Mil­li­onen Mens­chen­le­ben.

Am 5. De­zem­ber 1936 wur­de Ka­sach­stan als Ka­sac­hisc­he SSR zu einer von der RSFSR get­renn­ten eigenständi­gen Uni­ons­re­pub­lik der Sow­je­tuni­on erklärt, während Ka­rakal­pa­kis­tan als auto­nome Re­pub­lik dem be­nach­bar­ten Us­be­kis­tan zu­gesc­hla­gen wur­de.

Während der Sow­jetze­it kam es zu einem mas­si­ven Ent­wic­klungsschub für Ka­sach­stan. Das bis da­hin eher no­madisch geprägte Land wur­de mit ne­uen Eisen­bahn­li­ni­en ers­chlos­sen. In den Städten wur­den In­dust­ri­ebet­ri­ebe an­ge­si­edelt, und dank der Ein­wande­rung­swel­le der Fachkräfte aus Russ­land kam es zu star­kem Bevölke­rung­swachs­tum. Im Zwe­iten Welt­kri­eg­di­en­te Ka­sach­stan so­wohl als Eva­ku­ierung­sort für zahl­re­ic­he Mens­chen aus dem europäisc­hen Te­il der Sow­je­tuni­on, als auch als De­por­ta­ti­ons­zi­el für Völker, die der Kol­la­bora­ti­on mit Na­zi-De­uts­chland be­zich­tigt wur­den (Krim­ta­taren, Tschets­che­nen, In­gusc­hen, Ko­re­aner, aber auch Russ­lan­dde­uts­che).

Unabhängig­ke­it 1990 erklärte Ka­sach­stan se­ine So­uveränität in­nerhalb der UdSSR. Nur­sultan Na­sar­ba­jew wur­de Sta­at­so­ber­ha­upt.

Am 16. De­zem­ber 1991 erklärte die Re­pub­lik Ka­sach­stan ih­re Unabhängig­ke­it. Ka­sac­hisch wur­de Amtsspra­che, die Ha­upt­stadt Al­ma-Ata­wur­de in Al­ma­ty um­be­nannt, der 16. De­zem­ber wur­de Na­ti­onal­fe­ier­tag. Nur­sultan Na­sar­ba­jew war be­re­its am 1. De­zem­ber 1991 in den ers­ten di­rek­ten Wah­len zum Präsi­den­ten gewählt wor­den. Nach dem Zer­fall der Sow­je­tuni­on er­hob Ka­sach­stan ter­ri­tori­ale Ansprüche ge­genüber den Nach­bar­sta­aten. So be­ans­pruch­te es be­is­pi­els­we­ise von Us­be­kis­tan al­le von Südka­sac­hen be­wohn­ten Ge­bi­ets­te­ile eins­chließlich der von den Ka­rakal­pa­ken be­wohn­ten Auto­nomen Re­pub­lik. Zu di­eser Ze­it fa­vori­si­er­te auch die Mehr­he­it di­eser eth­nis­chen Min­derhe­it den Ans­chluss ih­rer Ge­bi­ets­te­ile an das sprach­ver­wand­te Ka­sach­stan.

1992 gründe­te Ka­sach­stan zu­sam­men mit Us­be­kis­tan, Kir­gi­sis­tan, Turk­me­nis­tan, Aser­ba­ids­chan und der Türkei den Zent­ra­lasi­atisch-Türkisc­hen Gip­fel.

1997 zo­gen Re­gi­erung und Par­la­ment von Al­ma­ty nach Ak­mo­la um. Ak­mo­la wur­de als of­fi­zi­el­le Ha­upt­stadt prok­la­mi­ert und 1998 in As­ta­na (Ha­upt­stadt) um­be­nannt. Als Gründe hi­erfür führte man die bes­se­ren lang­fris­ti­gen Ent­wic­klungsmöglich­ke­iten As­ta­nas ge­genüber dem in einem erd­be­ben­gefährde­ten Tal­kessel ge­lege­nen Al­ma­ty an. Eine we­ite­re Rol­le dürfte die zent­ra­lere La­ge As­ta­nas ge­genüber dem in der Nähe der kir­gi­sisc­hen Gren­ze ge­lege­nen Al­ma­ty ges­pi­elt ha­ben. Letz­ten­dlich ver­mu­tet ma­Nor­den des Lan­des ent­ge­gen­wirken woll­te, in­dem man eine näher an di­esen Ge­bi­eten ge­lege­ne Stadt zur Ha­upt­stadt mach­ten, dass man se­para­tis­tisc­hen Ten­denzen des von vi­elen eth­nis­chen Min­derhe­iten (vor al­lem Rus­sen) bevölker­ten Nor­den des Lan­des ent­ge­gen­wirken woll­te, in­dem man eine näher an di­esen Ge­bi­eten ge­lege­ne Stadt zur Ha­upt­stadt mach­te.

Nor­den des Lan­des ent­ge­gen­wirken woll­te, in­dem man eine näher an di­esen Ge­bi­eten ge­lege­ne Stadt zur Ha­upt­stadt mach­te.

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